Hilfe kann viele Gesichter haben. Dieses charmante Projekt etwa hängt an der Wand. Hoffentlich bald an ganz vielen Wänden!

„Hallo zusammen, hier kommt eine nicht ganz alltägliche Anfrage.“ Mit diesen Worten begann vor ein paar Wochen ein Gesuch, hinter dem sich eine mehr als rührende Geschichte verbirgt. Eine Geschichte, die auf ein hollywoodreifes Happy End zusteuert. Ein Happy End, zu dem auch ein paar Hand-in-Hand-Nutzer beitragen.

Okay, wir kapitulieren. Keine Angst, nur insofern, als wir den Plan, allwöchentlich unsere erfolgreichen Vermittlungen hier zusammenzufassen, ganz schön stutzen müssen. Ihr – unsere Hand in Hand Community – legt eine Hilfsbereitschaft an den Tag, die jeden Rahmen sprengt. Coole Sache – aber auch Ehrensache, dass wir da lieber Eure Gesuche und Angebote abarbeiten und „verkuppeln“, was das Zeug hält, anstatt „Erlebnisberichte“ zu verfassen. Ein paar Rosinen haben wir aber natürlich herausgepickt, als Dankeschön und Motivation.

Sarina aus Afghanistan ist knapp zwei Jahre alt, fit wie ein Turnschuh – und dank einer Hand in Hand-Nutzerin jetzt auch richtig schnell unterwegs, wenn es darum geht, ihre neue Heimat zu erkunden. So lautet eine von unzähligen Erfolgsmeldungen, für die wir diese Woche „Danke“ sagen.

Eine Woche Hand in Hand – und unsere Hoffnung hat sich bewahrheitet: Die Region Rosenheim hat ein Herz für Bedürftige. Noch dazu tragen die Menschen ihr Herz nicht nur auf der Zunge, sie lassen den Worten auch viele, viele Taten folgen. Knapp 3.000 Menschen haben unsere Seite bereits besucht und viele davon haben konkret geholfen. Eine kleine erste Danksagung.

In der Halbzeit mit Pep Guardiola quatschen, vor dem Euroleague-Spiel der FC Bayern Basketballer gegen Khimki Moskau ein paar Körbe werfen – für Flüchtlinge aus Rosenheim und Frasdorf war das der Höhepunkt der Woche.

Varfie ist sieben Jahre alt, als sein Vater ihn und den älteren Bruder nimmt und flüchtet. In Liberia tobt der Bürgerkrieg, ein Schicksal als Kindersoldat will der Vater seinen Söhnen ersparen. Zehn Jahre später – im Mai 2014 – steigt Varfie in Rosenheim aus einem Zug. Allein, Vater und Bruder tot oder verschleppt. Jetzt spielt Varfie Basketball beim Sportbund Rosenheim und in der U19-Bundesliga-Mannschaft in Dingolfing.

Dorita Plange von der Münchener tz hat sich mit Varfies Schicksal beschäftigt und erzählt die Geschichte einer Flucht und einer gelungenen Integration.

Die Asylverfahren von Hagie Foday Jaiteh Kabba und Abdulfattah Hadzhi Hamud sind zwar noch nicht abgeschlossen, aber beide dürfen etwas tun, was vielen anderen in ihrer Situation verwehrt bleibt: Sie dürfen arbeiten.